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Ablauf eines Assessment-Centers

Typische Bestandteile von ACs

Elemente eines AC

Erster wichtiger Bestandteil ist die Anforderungsanalyse der zu besetzenden Stelle. Denn bei der Arbeit in einer bestimmten Position fallen immer stetig wiederkehrende Aufgaben an. Diese werden identifiziert und als Zielebene mit entsprechenden Situationen und Verhaltensmöglichkeiten in der Anforderungsanalyse spezifiziert. Weil die dort benannten Situationen im Beruf immer wiederkehren und den Erfolg nachhaltig beeinflussen, gibt es für solche relevanten Situationen Kataloge (nicht) gewünschten Verhaltens.

Doch wie lässt sich eine solche Situation in eine Übung "übersetzen" oder simulieren? Entweder indem man Situationen mit ähnlichen Anforderungen zusammenfasst und letztlich nur eine von ihnen simuliert. Oder indem man Elemente verschiedener Situationen in einer Übung simuliert oder einige Situationen zu einer großen komplexen Übung zusammenfasst.
Weil die Übungen im Assessment-Center tatsächliche Verhaltensweisen der Kandidaten ermitteln sollen, werden in der Regel verschiedene Arten von Übungen, die auf unterschiedliche Fähigkeiten schließen lassen, gestellt. Damit man "Zufallstreffer" ausschließen kann, wiederholt sich die "Fähigkeitsabfrage".

Letzter wichtiger Bestandteil ist der Beobachtungsprozess selbst. In der Regel beobachtet einer der Beobachter einen bzw. mehrere Kandidaten. Zumeist wechseln sich die Beobachter ab, damit ihre Meinung von der eines anderen ergänzt wird. Während der Übungen werden hauptsächlich die Verhaltensausprägungen der Kandidaten beobachtet und auf einem Beobachtungsblatt protokolliert. Dies soll eine systematische, möglichst objektive Aufzeichnung des Verhaltens gewährleisten. Sind alle Übungen absolviert, findet eine Beobachterkonferenz statt, in der man sich über die Eindrücke austauscht. So ergibt sich ein Gesamtbild aller Kandidaten. Auf dieser Grundlage wird dann eine Entscheidung gefällt.

Zwar lässt sich Sympathie etc. für einen Kandidaten nicht ausschalten, doch ACs erlauben eine "standardisiertere" Einschätzung als normale Vorstellungsgespräche. Zudem werden die Beobachter darauf "gedrillt", einheitlich vorzugehen und Fehlerquellen sowie subjektive Beurteilungen auszuschalten.

Übungen im Assessment-Center

Da ACs firmenspezifisch ausgestaltet sind und die Anforderungen der zu besetzenden Stelle abfragen, variieren Inhalte, Übungen und ergänzende Tests erheblich. Assessment-Center können von einem halben Tag bis zu mehreren Tagen dauern. Während der gesamten Zeit wird Ihr Verhalten, v. a. Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen, Integrations-, Führungs- und Kommunikationsfähigkeit sowie Initiative, beobachtet.

Durchschnittlich sind acht bis zwölf Übungen zu absolvieren. Welche dies sind, hängt vom Anwender, der zu besetzenden Position und Zielsetzung ab. Üblicherweise werden die Übungen außerdem in so dichter Folge hintereinandergeschaltet, dass Stressresistenz automatisch mitgeprüft ist. Gängig sind Übungen, die eine Situations- und Aufgabenbeschreibung enthalten. In diese Situation sollen Sie sich versetzen und ihr gemäß handeln. Grundsätzlich unterscheidet man Einzel- und Gruppenübungen mit sprachlichen bzw. schriftlichen Bestandteilen. Daneben wird in nichtsituative Übungen (z. B. Papier- und Bleistiftstests, Interviews zur Person) und situative Übungen (z. B. (un)moderierte Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Fallstudien) differenziert.

Dass Unternehmen spätestens auf Ihre Frage hin Informationen über Ziele des AC bzw. zu erwartende Übungen herausrücken, interpretieren Sie bitte so, dass man Vorbereitung von Ihnen erwartet! Daher hier eine Übersicht der fast immer zu erwartenden Übungen:

Daneben können auch Persönlichkeits-, IQ-Tests etc. vorkommen.

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